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Hier unterhalten wir uns über IT, Weblife & Kom-munikation. Besonders die Themen Web 2.0, Marketing im Zeichen von Web 2.0, Produktivität und Wissensmanagement haben wir uns auf die BloggFahnen geschrieben.

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Kann Technik dem Gesundheitswesen auf die Sprünge helfen?

E-Health :: Es scheint, als hätte sich das österreichische Gesundheitswesen selbst eine kleine Erkältung eingefangen. Der Virus: steigende Kosten und die soziogeographische Überalterung unserer Gesellschaft. Begriffe wie Pflegekollaps oder Zweiklassenmedizin stehen im Raum.

Wie diese wichtigen Herausforderungen im Gesundheitssystem heute und in Zukunft zu meistern sind, stand im Mittelpunkt der e-Health Enquete, die in der vergangenen Woche bei uns im Haus Telekom Austria veranstaltet wurde. Im Mittelpunkt: Das Potenzial von IKT im Gesundheitswesen. Und das ist immens, wie auch Dr. Gottfried Dietzel, Key Noter und ?e-Health-Papst? aus Deutschland, betonte: Rund 20 bis 40 Prozent der Leistungen im Gesundheitswesen betreffen Datenerfassungs- und Kommunikationsdienste. Würden diese heute mit Hilfe der IKT doppelt so effizient wie heute gestaltet, bedeutet dies eine Einsparung von 35 Milliarden Euro in Deutschland. Und das ist nur die generelle Sichtweise. Einzelne Projekte wie das e-Rezept würden noch weitere Millionen-Einsparungen bringen.

Die nackten Zahlen sind jedoch nur die eine Seite der Medaille. e-Health-Lösungen ? so der einhellige Tenor auf der Veranstaltung - können nur erfolgreich sein, wenn der Einsatz von Technologie auf die Bedürfnisse und Wünsche der Patienten eingeht. Hierzu hat eine aktuelle market-Studie überraschende Ergebnisse zu Tage gefördert: 

Verblüffende Studie 

Fast 80 Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher zwischen 50 und 70 Jahren sind überzeugt, dass Informationstechnologien die Lebensqualität im Alter erhöhen. Eigenständig leben zu können, ohne jemandem zur Last zu fallen, 85 Prozent der Befragten beim Leben bis ins hohe Alter sehr wichtig. 70 Prozent würden dabei gerne auf technische Hilfsmittel zurückgreifen, um so lange wie möglich zu Hause bleiben zu können. Ganz oben auf der Wunschliste steht dabei die Möglichkeit, durch einfaches Drücken eines Knopfes den Notruf zu wählen oder Kontakt mit dem Hausarzt aufzunehmen.

Privatpatienten.

.

Zusammengefasst: Gerade bei jener Generation, die in naher Zukunft medizinische Leistungen und Pflegeleistungen in Anspruch nehmen könnte, gibt es wenig Berührungsängste der Technologie gegenüber. Wie dies in der Praxis umgesetzt aussehen kann, zeigte die Ausstellung zur Enquete. Das FutureHome im Foyer wurde dazu in eine moderne Arztpraxis verwandelt, ein Rot-Kreuz-Einsatzfahrzeug präsentierte die Möglichkeiten eines effizienten Echtzeit-Datenaustausches und ein nachgebautes Krankenzimmer zeigte die Potenziale von IKT im Spital auf.

Heißer hingegen wurde auf der Enquete das Thema Datenschutz diskutiert ? insbesondere in den Workshops und im Rahmen des Themas ELGA, dem Elektronischen Gesundheitsakt. Während die eine Seite vom ?Gläsernen Patient? sprach, betonte die andere die klaren gesetzlichen, datenschutzrechtlichen Vorschriften, an die sich jede technologische Entwicklung halte. Ein weiterer wichtiger Punkt: Geschwindigkeit. Insbesondere Dr. Clemens Martin Auer, im Gesundheitsministerium für das Projekt ELGA verantwortlich, betonte, dass es gerade jetzt gelte, rasch zu handeln, ELGA aktiv weiterzutreiben und so schnell als möglich einzuführen. Jede Verzögerung schmälert die Chance, die Potenziale von IKT im Gesundheitswesen optimal zu nutzen. Wie bei einer Erkältung: Je länger man wartet, desto länger wird man brauchen, wieder gesund zu sein. Und das gilt für uns genauso wie für das Gesundheitswesen.

(*v*)


Konzertbesuche und die PCI Zertifizierung

Über die Gemeisamkeiten eines Konzertbesuches mit der PCI Zertifizierung ...

Gitarrensound strömt durch die Halle. Alles wippt im Rhythmus des Schlagzeugs. Die rauchige Stimme der Sängerin erzeugt ein wohliges Prickeln. Die Stimmung ist am Explorieren, die Emotionen brodeln hoch, aber dennoch bleibt das Publikum sitzen und beobachtet mit einer gewissen Zurückhaltung das Geschehen. Plötzlich hält es einen Fan nicht mehr auf seinem Platz, er springt auf ? kurz danach steht die ganze erste Reihe ? die hinteren sind in ihrer Sicht auf die Bühne behindert und stehen nun ebenfalls auf. Die Welle bewegt sich nach hinten ? alle stehen, und die Post geht ab.

 

Was hat dies mit dem PCI Standard zu tun?

 

Seit 2007 existiert der Payment Card Industry Data Security Standard, abgekürzt mit PCI, ein Regelwerk im Zahlungsverkehr, das sich auf die Abwicklung von Kreditkartentransaktionen bezieht und von allen wichtigen Kreditkartenorganisationen unterstützt wird.

 Handelsunternehmen und Dienstleister, die Kreditkarten-Transaktionen speichern, übermitteln oder abwickeln, müssen die Regelungen einhalten. Ist dies nicht der Fall, können Strafgebühren verhängt, Einschränkungen ausgesprochen oder letztlich die Akzeptanz von Kreditkarten untersagt werden. 

Die Regelungen bestehen aus einer Liste von zwölf Anforderungen an die Rechnernetze der Unternehmen:

  1. Installation und Pflege einer Firewall zum Schutz der Daten
  2. Ändern von Kennwörtern und anderen Sicherheitseinstellungen nach der Werksauslieferung
  3. Schutz der gespeicherten Daten von Kreditkarteninhabern
  4. Verschlüsselte Übertragung sensibler Daten von Kreditkarteninhabern in öffentlichen Rechnernetzen
  5. Einsatz und regelmäßiger Update von Virenschutzprogrammen
  6. Entwicklung und Pflege sicherer Systeme und Anwendungen
  7. Einschränken von Datenzugriffen auf das Notwendige
  8. Zuteilen einer eindeutigen Benutzerkennung für jede Person mit Rechnerzugang
  9. Beschränkung des physikalischen Zugriffs auf Daten von Kreditkarteninhabern
  10. Protokollieren und prüfen aller Zugriffe auf Daten von Kreditkarteninhabern
  11. Regelmäßige Prüfungen aller Sicherheitssysteme und -prozesse
  12. Einführen und einhalten von Richtlinien in Bezug auf Informationssicherheit.
 

PCI basiert auf dem Visa-Account-Information-Security-Programm (AlS und dessen Schwesterprogramm dSP), dem MasterCard-Site-Data-Protection-Programm (SDP), der American Express Security Operating Policy (DSOP), der Discover Information Security and Compliance (DISC) und den JCB-Sicherheitsregeln.

 Der Tag der Abrechnung ist nah

Die Frist zur Umsetzung von PCI DSS für Unternehmen, die mehr als sechs Millionen Transaktionen im Jahr verarbeiten, war der 30. September 2008. Ab 2009 gelten die Vorgaben auch für Tier 2 (Stufe 2) - Retailer mit von 20.000 (zirka 55 täglich) zu 6 Mio. Transaktionen per anno. Diese müssen ihr Rechnernetz ebenfalls mittels eines externen Sicherheitsscans durch einen von Mastercard zugelassenen Scanvendor (ASV) vierteljährlich prüfen lassen und zusätzlich einmal im Jahr einen PCI-Fragebogen ausfüllen.

 

Händler oder Dienstleister, die weniger als 20.000 Kreditkartentransaktionen pro Jahr abwickeln, müssen zwar die Regelungen erfüllen, eine Prüfung wird empfohlen, ist jedoch nicht obligatorisch.

 Aber was hat das alles mit einem Konzertbesuch zu tun? 

Der Markt reagiert wie die Besucher des Konzertes sehr verhalten ? nur wenige Unternehmen setzen sich mit diesem Thema und den Anforderungen auseinander. Obwohl diese Zertifizierung für den einen oder anderen marktentscheidend werden.

 Denn jeder Benutzer von Plastik Money, ob groß oder klein, wird von diesen Maßnahmen profitieren. Wir werden alle unser Kaufverhalten anpassen und in Zukunft differenzieren, wer welche Maßnahmen trifft und wie (sicher) man mit unseren sensiblen Daten umgeht.   

 

Beitrag von Christian Busch
Solution Mgmt & Business Development
Telekom Austria TA AG


Innovation lebt (nur durch motivierte Mitarbeiter)

Durch die intensive Einbeziehung der Mitarbeiter in den Innovationsprozess schafft es die Telekom Austria regelmässig neue  Produkte am Markt erfolgreich zu positionieren.

Viel wurde schon zu Innovation gesagt und geschrieben, doch reden wir alle vom Gleichen? Meinen wir dasselbe?  Innovation, wörtlich ?Neuerung? oder ?Erneuerung? wird von den lateinischen Begriffen novus ?neu? und innovatio ?etwas neu Geschaffenes? abgeleitet. Wir verwenden den Begriff heute hauptsächlich im Sinne von neuen Ideen und Weiterentwicklungen sowie für deren wirtschaftliche Umsetzung.

Unterscheiden wir noch schnell zwischen den Begriffen Invention, ?Erfindung?, und Innovation. Inventionen umfassen neue Ideen und Aktivitäten von der konkreten Konzeptentwicklung bis zum Bau der Prototypen. Innovationen ergeben sich dann aus deren Umsetzung und Verwertung.

Wer sind die Treiber?

Unsere Kolleginnen und Kollegen sind die wichtigste Quelle für neue Ideen. Sie bilden ein hohes Potenzial für Verbesserungsvorschläge, da sie das Unternehmen, die Kultur und die Prozesse am besten kennen ? und somit auch ihre Schwächen. Durch die Einbeziehung aller MitarbeiterInnen entsteht so ein positiver Beitrag am Unternehmenserfolg, das eigene Arbeitsumfeld wird verbessert, und durch Anerkennung oder auch Incentives steigt die Mitarbeitermotivation.

Unsere Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass wir meist Ideen zur schrittweisen Verbesserung eingereicht haben. Radikale Neuerungen, also Quantensprünge, kommen jedoch meist von außen. Denn externe Personen sind weniger ?betriebsblind? und haben daher ganz unterschiedliche Blickweisen. Außerdem bedient man sich extern eines sehr umfangreichen Kompetenzen-Mix und eines breiten Wissenspools.

Die besten Quellen für Innovationen von extern sind unsere Kunden (wir müssen eigentlich nur genau zuhören und gute Fragen stellen), unsere Lieferanten als Teil der Wertschöpfungskette, Forschungsinstitute, Universitäten, lndustriepartner, Technologieanbieter, Beratungsunternehmen und unser eigenes Netzwerk an Beziehungen.

Wie Was Wann

Die Gestaltung und das Management unternehmensinterner Innovationsprozesse sind heute mehr denn je ein existenzentscheidender Erfolgsfaktor für unser Unternehmen. Im Fokus stehen die Fragen, welche unsere innovativen Ideen wie? mit welchem Aufwand? wann? und möglichst erfolgreich realisiert werden können.

Innovationsprozesse zu gestalten, bedeutet für uns nicht nur auf die Veränderungen am Markt und im Unternehmen zeitgerecht und zielgerichtet zu reagieren, sondern dem Trend einen Schritt voraus zu sein und bei der Gestaltung der Zukunft aktiv mitzuwirken. Die Innovationsfähigkeit des Unternehmens wird letztendlich von der Innovationsbereitschaft und -kompetenz aller Mitarbeiter mitbestimmt und wird immer mehr zur Kernfrage jedes erfolgreichen Unternehmens. In der Praxis sind für uns folgenden Prozesse von entscheidender Bedeutung:

  • die Ideenfindung
  • die Ideenprüfung
  • die Realisierung
  • die Verwertung.

Bei Ideen, die ein hohes Verbesserungspotenzial in sich bergen, bewerten die Experten in der Abteilung die technische und wirtschaftliche Durchführbarkeit. Die verantwortlichen Führungskräfte und Experten entscheiden über die Umsetzung der Idee. Nach der erfolgreichen Implementierung wird die Wirksamkeit der Innovation geprüft, um die tatsächlichen Optimierungen zu analysieren.

Bei außergewöhnlichen Ideen wird danach ein Bonus für die innovativen Mitarbeiter freigegeben. Das wäre der prozesstechnische Aspekt zu Innovation. Doch wie wird bei Mitarbeitern eine innere Haltung zu Innovation inspiriert? Welches kulturelle Umfeld lässt den zündenden Funken überspringen? ? Innovation hat nur dort Chancen, wo die Unterschiedlichkeit der Menschen anerkannt und gefördert wird und Raum und Kultur für Selbstkritik vorhanden ist. Damit ist schon sehr viel gewonnen!

 

Beitrag von Christian Busch
Solution Mgmt & Business Development
Telekom Austria TA AG

Christian+Busch


Wer weiß mehr als vier Prozent?

Kürzlich hatte ich das Vergnügen, dem Physik-Nobelpreisträger Carlo Rubbia zu lauschen. Er war in Wien und sprach zur Eröffnung der Ausstellung "LHC2008" - Die größte Maschine der Welt auf der Suche nach den kleinsten Teilchen des Universums. Klingt bombastisch - ist auch so.

Rubbias Vortrag richtete sich an den, wie er versicherte, interessierten Laien. Das bin ich, und bei genau Folie 13 bin ich endgültig ausgestiegen.

Doch an eine Aussage kann ich mich noch genau erinnern. Carlo Rubbia sagte:

"Nur vier (4) Prozent des Universums besteht aus sichtbarer bzw. experimentell erfassbarer Materie. Die anderen 96 Prozent bestehen aus Dunkler Materie oder Dunkler Energie. Und über Dunkle Materie wissen wir was? Rein gar nichts!"

Man lasse sich das auf der Zunge zergehen. All die Milliarden Sterne, die Galaxien, die Milchstraße (die wir nur noch in klaren Nächten im Gebirge oder an Meeresgestaden sehen können), all die astronomische Menge an Materie, über die wir stolpern, und an der wir uns die Knie blutig schürfen,  das sind gerade mal vier Prozent aller existierenden Materie.

Über diese vier Prozent wissen wir heute schon recht gut Bescheid. Doch dahinter befindet sich die große Wissensleere. Die Existenz Dunkler Materie macht sich nur durch ihre Wechselwirkung mit sichtbarer Materie bemerkbar, ihr Vorhandensein wird nur durch Gravitationseffekte nahegelegt. Doch ihre Zusammensetzung und Funktionsweise ist unbekannt.

Da ist mir (wieder einmal) klar geworden, dass wir, die Menschheit, erst ziemlich am Anfang stehen.

Okay. Schluss mit Pathos. Die oben erwähnte Ausstellung "LHC2008" dreht sich um den Large Hadron Collider der CERN. Davon haben Sie sicher schon gehört. Hier wird nächstes Jahr einigen ganz winzigen Teilchen hinterhergeforscht (Higgs oder kein Higgs - das ist hier die Frage). Und worum es genau geht, das erklärt dieser wunderbare Large Hadron Rap. Viel Vergnügen!

 

(*g*)


Das Geschäft mit der Bilderflut

Interessant ist die Tatsache, dass die beiden Bildagenturen Getty Images und Corbis den Markt weitgehend aufgekauft haben, was zur Folge hat, dass die Preise im Foto-Online-Handel wieder ansteigen. Somit werden es Newcomer-Portale schwer haben, in dem Geschäft mit Bildern mithalten zu können, denn die Kleinen können dies nur mit niedrigeren Preisen, was wiederum geringe Honorare für die Fotografen bedeutet.

lewolph+Oma+Rumaenien
(c) lewolph, Romania 2006

 

Die Agenturen haben auch begriffen, dass Bilder auf Photosharing-Portalen einen hohen Stellenwert haben, denn sie sind authentisch und haben einen regionalen Bezug! In einen neuen Kontext gestellt, erhalten diese Arbeiten eine ganz andere Dimension. Aus diesem Grund haben sich Getty Images und Flickr auch für eine Zusammenarbeit entschlossen, um gemeinsam Bildmaterialen zu vermarkten. Somit verschafft sich Getty den Zugriff auf die weltweit größte Photocommunity mit über zwei Billionen Fotografien!

 


Alles Kunde!! ... Wie bitte??

Ich koche gerne - das beginnt nicht erst beim Einkauf, aber spätestens hier treffen zwei Welten aufeinander: der Konsument und der Lieferant.

Wer hat hier das Sagen?

Okay - ich gehe also einkaufen und bestelle "60 Deka von der Edelpute".

Moment mal: Bestellen in Dekagramm?

Mein Bedürfnis ist es, für drei Personen zu kochen und nicht zu wissen, in welcher Maßeinheit der Fleischer seine Produkte wiegt. Wo bleibt hier der Kunde?

Pute+Bourbon%3A+Sonderverein+Deutscher+Puten-+und+Perlhuhnz%C3%BCchter

(c) Sonderverein Deutsche Puten- und Perlhuhnzüchter

Das ist zugegebenermaßen ein provokantes Beispiel, welches in dieser Ausprägung wahrscheinlich nur mich ärgert! Oder andere auch ... ?

Wir haben gelernt, uns nach den Termini unserer Lieferanten zu orientieren und nicht umgekehrt ? obwohl alle unsere ?Lebenserleichterer? nur ?unser Bestes? wollen.

Logisch - unser Geld. ;-)

Leicht nachvollziehbar ist es in meiner Arbeitswelt, der IKT-Welt. Da wird von Megabits und Enterpriseressourceplanning gesprochen, von Asynchronedigitalsubscriberlines, getakteten Preisen und dergleichen mehr.

Doch was will der Kunde: Einen Song in einer halben Minute aus dem Netz saugen und damit Basta!

Klar. Es geht um die "Nichtvergleichbarkeit" bei den Preisen. Aber dann soll bitte niemand behaupten, seine Kunden stünden mit ihren Bedürfnissen im Mittelpunkt. In der Realität müssen Kunden zu Spezialisten werden, bevor deren Geld aus der Tasche gezogen wird.

Da ist es doch klar, dass das Vertrauen der Kunden hinsichtlich der versprochenen Leistungen und der damit einhergehenden Preise im Keller ist - oder?

Ich kann nachvollziehen, dass Lieferanten jeglicher Art - sozusagen "unsere persönlichen Lebenserleichterer" - vom Fleischer bis zum Installateur, nicht verglichen werden wollen. Aber ist es richtig, unsere Kunden zu Halbfachleute ausbilden zu lassen, damit sie in einer Welt überleben, heißt konsumieren, heißt Edelpute einkaufen können?

 


Complete Web 2.0 Directory

Das vollständige Web 2.0 Verzeichnis - das ist schon ein vollmundiger Anspruch, den diese Site führt. Aber sei's drumm! Denn die Seite ist toll: Wer bei den zig Hundert Web-2.0-Angeboten ein wenig die Orientierung gewinnen möchte oder zu seinen Lieblingsthemen die nettesten 2.0 Sites kennen lernen möchte, der wird hier auf go2web20 bestens bedient.

go2web20

 

Die Navigation durch den Angebotsdschungel ist leicht: Eine Tag Cloud und eine Suche ordnet nach Themen:  Music, Network, Storage, Video, Financing, Photo,  ...

go2web20+tag+cloud

 

(* ? * )


Ergebnisse :: Studie zu unternehmensinternen Wikis in A

Kürzlich haben wir eine Online Erhebung durchgeführt, mit dem Ziel, die Anreize und Motivationsfaktoren zur Zusammenarbeit im Rahmen von unternehmensintern eingesetzten Wikis in Österreich zu ermitteln.

Die Ergebnisse, zusammengefasst

Damit ein Wiki innerhalb eines Unternehmens floriert, ist nicht nur die Unternehmenskultur des Teilens von Wissen ein Aspekt, der motivierend wirkt, sondern auch die Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen sowie der Ansatz, den Mitarbeitern ausreichend Wachstumschancen (Karriere) einzuräumen.

Die Einstellung, Spezialwissen nicht nur zu versammeln, sondern auch anderen zugänglich zu machen, und damit auch die Erweiterung des eigenen Wissens (Feedback) sowie die Möglichkeit, anderen zu helfen, werden von den Führungskräften als am stärksten motivierend angesehen.

Spannend ist der Aspekt, daß kollegiale Beziehungswerte und immaterielle Aspekte als weitaus motivierender angesehen werden als materielle Anreize. Am untersten Ende rangieren die persönlichen Statuswerte. Nicht zusätzliche finanzielle Mittel, Titel, großes Büro oder dergleichen sind für die Partizipationsmotivation ausschlaggebend, sondern kulturelle Aspekte und individuelle Einstellungen von Mitarbeitern und Führungskräften. 

Will man also ein Wiki im Unternehmen erfolgreich vorantreiben, so ist die Vermittlung dieser Werte das Um und Auf. 

Sieht man sich die Motivationstypen im Detail an, so zeichnet sich ab, daß 36,7 Prozent durch den Faktor "Geldwerte Anreize" in ihrer Motivation erklärt werden, dieser Faktor allerdings nicht am höchsten motiviert. Am besten motiviert der Faktor "Wissen teilen und versammeln" mit seinen Items "Erweiterung des Wissens", "Spezialwissen an einem Ort", "aktuelle Infos ohne Freigabeprozesse online stellen", "Möglichkeit, anderen zu helfen" und "Steigerung der eigenen Leistung".

Details Details Details ...

65 Prozent der Befragten - das waren 179 Führungskräfte aus österreichischen KMUs und Großunternehmen - wußten, was ein Wiki ist und haben es bereits benutzt.

16 Prozent wußten nicht, was ein Wiki ist. 7 Prozent hatten schon "von Wikis gehört".

12 Prozent wußten, was ein Wiki ist, hatten es aber noch nicht benutzt.

36 Prozent der Unternehmen in Österreich verfügen über ein internes Wiki; 48 Prozent haben keines; und bei 16 Prozent ist die Einführung eines Wikis geplant.

Von jenen Studienteilnehmern, die ein Wiki im Unternehmen haben, sind 67 Prozent mit dem Wiki "zufrieden" bzw. "sehr zufrieden", nur 6 Prozent "kaum" oder "gar nicht zurieden". Die Beteiligung am firmeneigenene Wiki ist überdurchschnittlich gut: 74 Prozent!

Wenn Sie eine Summary der Studie erhalten möchten, so schreiben Sie mir bitte ein Mail:  werner.buhre -Klammeraffe- telekom.at.

(-_- )


Ein Wiki ist eine Steinsuppe.

Eine Sonne mit erbarmungslos glühenden Armen brachte die Mittagshitze in einer kleinen Stadt in Portugal zum brodeln. In flimmernden Wellen floh die Glut von den staubigen Straßen wieder himmelwärts. Sogar die Schmeißfliegen duckten sich in die schattigen Ritzen, die ein runzeliger Baum hergab, und rührten kein Bein.

Da schleppten sich drei hungrige Reisende heran. Außer ihren Hosen, die von lang vergangenen, besseren Tagen zeugten, und den löchrigen, verbogenen Strohhüten trugen sie nichts bei sich. - Doch: einer besaß einen Blechtopf. Leer. Verbeult. Trocken.

Der Hunger zerrte an ihren Rippen. Doch mit diesen Reisenden wollten die Kleinstädter ihre Essensvorräte nicht teilen. Da füllte am Dorfbrunnen einer der Reisenden den Topf mit Wasser. Warf einen großen Stein dazu hinein. Und kochte das Ganze mitten am Marktplatz auf.  

Da wurde, nach einer Weile, ein Bewohner doch neugierig.  "Was machst du da? Fremder."

"Steinsuppe."

Der Bewohner schlug die Stirn in Falten und zog die Mundwinkel steil nach unten.

"Sie schmeckt außergewöhnlich lecker", fuhr der Reisende fort. "Delikat! Obwohl. Diese hier bedarf ein klein wenig Garnierung, um das Aroma noch etwas zu verfeinern.

Der Bewohner dachte nach. Dann steuerte er doch etwas Garnierung bei. Streute es in den Topf, um das Wunder der Steinsuppe zu ergründen.

Jetzt trat ein weiterer Bewohner hinzu und inspizierte den Topf. Und wieder meinten die Reisenden, die Steinsuppe hätte ihr unvergleichliches, volles Potential noch nicht ganz erreicht. Da legte der Bewohner einige grüne Kräuter in die Suppe. Allmählich kamen noch weitere Bewohner hinzu und spendeten Salz, Tomaten, Zwiebel, Olivenöl, Paprika, Würstchen ...

Gegen Ende der großen Mittagshitze saßen schließlich alle beisammen, am Brunnen, auf dem Marktplatz, und genossen eine nahrhafte Suppe.

Portugiesische Tradition

Will man der portugiesischen Tradition folgen, so trug sich dies vor langer Zeit in der Nähe von Almeirim zu. Noch heute wird dort in vielen Restaurants "sopa de pedra" serviert.

(-.- )


Studie zu unternehmensintern eingesetzten Wikis in A

Schenken Sie uns acht Minuten Ihrer Zeit! Im Rahmen einer Projektarbeit an der Donau-Universität Krems führen mein Freund Stephan Schönlaub und ich eine Umfrage/Studie zu unternehmensintern eingesetzten Wikis durch.

Unterstützen Sie dieses Projekt (wir möchten gerne einen repräsentativen Sample von 200 erreichen ;-) und nehmen Sie auch an der Verlosung von 20 Flaschen GOLS 2004 aus dem Weingut Weiss-Taschner teil.

Die Ergebnisse der Studie werden den Teilnehmern auf Wunsch exklusiv zur Verfügung gestellt.

*
Die Findings der Studie werden bald hier im Blog veröffentlicht.
*

Die Umfrage wurde mit der Open Source Survey Software  Limesurvey erstellt.

Vielen Dank!

Hier noch zwei ältere Beiträge zu Wiki ...

 Wiki einführen. Wie wir es sehen.

(*;* )


Wie koordinieren sich 2.700 hochkarätige Wissenschafter?

Am CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung bei Genf, bereiten gerade 2.700 Wissenschafter (!) aus 36 Ländern (so Der Spiegel, 27/08)  ihr größtes Experiment vor. Die Kernfrage, der das Heer der Physiker, Mathematiker und Ingenieure nachgeht, lautet: Was passierte vor 13,7 Milliarden Jahren? Also beim und unmittelbar nach dem Urknall?

Dieses aufwändige Megaexperiment soll die tiefsten Geheimnisse der Physik entschlüsseln. Die Entwicklung dieses Experiments begann bereits 1984, und mittlerweile haben die Techniker 80.000 Tonnen Material unter der Erde verbaut, plus rund 34.000 Tonnen Detektoren, denn die Teilchen sind so kurzlebig, dass sie nur anhand ihrer Spuren analysiert werden können. Hier sind ein paar Fotos verlinkt.

CMS+am+CERN+Januar2008
CERN inside: Detektor am LHC (Large Hadron Collider,
zu Deutsch "Großer Hadronen-Speicherring")

 

Kollektive Intelligenz oder Genie

Das Experiment selbst wurde "überall" im Netz schon ausführlich beschrieben. Spannend für mich ist hier: Wie gehen die Wissenschafter miteinander um? Welche Form des Wissensmanagements existiert? Wer ist das Genie - der Star - um den die restlichen Kollegen wie Planenten und Trabanten kreisen??

Die Soziologin und Wissenschaftsforscherin Karin Knorr-Cetina  durfte den CERN Wissenschaftern jahrelang über die Schulter blicken.

Frau Knorr-Cetina hat einen nüchternen -- aber doch ganz respektvollen -- Blick auf die Welt der Wissenschaft gewonnen. Ihr zufolge sind wissenschaftliche Entscheidungen und Wahlhandlungen (?Selektionen?) in erster Linie von Gelegenheiten gesteuert, nämlich der Verfügbarkeit von Geräten, von Karrierechancen, von zugesprochenen Projektgeldern etc. Dies entspricht nun so gar nicht dem Bild des Prüfens von Hypothesen, wie es in der klassischen Wissenschaftstheorie (etwa Karl Poppers) vertreten wird.

Das sind ein paar Impressionen Knorr-Cetinas aus CERN:

  • Die Zusammenarbeit am CERN kennt nur ganz wenig Hierarchien
  • Es gibt einen Sprecher, der alles koordinieren soll, doch er hat keinerlei Weisungsbefugnisse!
  • Kein Einzelner kann das Gesamte so richtig überblicken. Hier ist die astronomische Menge an Detailexpertise größer als dies ein Einzelner auf sich ziehen könnte.
  • Das Heer der Wissenschafter, die jeweils besten ihrer Disziplin aus der ganzen Welt, bezeichnen ihr "Labor", den Beschleunigerring, als einen "Superorganismus", der eine "Art eigene Intelligenz entwickelt" habe.
  • Das isolierte Genie, das im Elfenbeinturm intellektuelle Bravourstücke ausbrütet, gehört nicht in die Welt von CERN
  • Hier muss jeder kooperieren, wenn er etwas erreichen will
  • Wissen muss geteilt werden, alles am CERN ist Kommunikation
  • "Die Entmachtung des Individuums" - Jeder muss die Interessen des Kollektivs hochhalten und priorisieren
  • Verzicht auf die eigene Eitelkeit
  • Veröffentlicht wird grundsätzlich im Kollektiv! Auf der Autorenliste stehen alle 2.700 Namen: die Reihenfolge wird einzig und allein durch das Alphabet bestimmt!
  • Zu Konferenzen werden nicht einzelne Forscher eingeladen -- angekündigt wird nur das Experiment -- wer der Vortragende ist, bleibt nebensächlich.

Daher meine Hypothese: Je mehr hochqualifizierte Wissensarbeiter in an einem Projekt arbeiten, desto weniger Hierarchie ist vonnöten. Im Gegenteil, wahrscheinlich sogar hinderlich.

Übrigens: Am CERN wurde unter anderem auch 1989 die Idee des World Wide Web von Tim Berners-Lee geboren. Entscheidend für den Erfolg des WWW war u.a., dass Berners-Lee seine technischen Umsetzungen NICHT patentierte, sondern frei weitergab. Und die Maxime des World Wide Web Consortiums, nur patentfreie Standards zu verabschieden, ist ein großer Erfolgsfaktor des heutigen Web. Daher: Wissen teilen, bitte.

( °?°)


Die Liste der Innovationen: 1900-2050

Cornflakes sind vor 102 Jahren auf den Markt gebracht worden. Von den Gebrüdern Kellogg. Damals noch aus Weizen und Salz gemacht (lecker!), heute aus Mais und Zucker (uaaahh!). Soll niemand sagen, dass Cornflakes nicht eine Art schleichende Revolution am Frühstückstisch ausgelöst hätten. Noch heute existiert die Marke Kellogg, und seit Dekaden darf man die Flöckchen getrost als Grundnahrungsmittel in eine Reihe zu Butter, Brot, Ei, Fleisch und Schokolade stellen. (Ach ja, ich vergaß Obst und Gemüse, Hamburger und Bier.) Jedenfalls waren Cornflakes 1906 eine gesalzene Innovation, die Kulturgeschichte geschrieben hat.

Nun, der Artikel unterhalb von diesem stellt eine "Liste des Verschwindens" vor. Hier folgt, vom selben Autor, Richard Watson, seine "Liste der Innovationen":  

Timeline+Innovations+1900+-+2050

Was werden wir bis 2050 erwarten dürfen?

  • Winzigste Nano-Pillen
  • Drucker, die dreidimensional ausdrucken können
  • Roboter, die auf Kinder aufpassen 
  • Globale Abstimmungen und Wahlen
  • Globales Flattax System
  • Gehirntransplantationen
  • Robocops
  • Roboter-Insekten 
  • Genbasierte Diät
  • Nano-Drinks
  • Stresskontroll-Bekleidung 
  • Space-Fabriken
  • Sich selbst reparierende Straßen
  • Und wie schön: Virtuelle Ferien!!

Auch das fleißige Wikipedia hat eine "Zeitlinie der Prognosen" zusammengestellt; es werden verschiedene namhafte Futurologen zitiert. Demzufolge wird bereits 2030 via Virtual Reality jede Art von Interaktion mit jedem möglich sein, einerlei über welche Distanz. Und 2050 wird ein Fußball-Team aus humanoiden Robotern das Finale gegen den dann amtierenden Menschlichen Fußball Champion Club gewinnen. Siehe RoboCup!!

Wie geht es Ihnen dabei ? ;-))

( * > * )


Die Liste des Verschwindens: 1950-2050

Alles & jeder findet eines Tages ein Ende. (Leider auch die agile Kooperation auf diesem Blog mit meinem Freund Oliver, er hat sich selbständig gemacht.)

Das auf das Ende Zugehende, das leicht Morbide, das in schöner Trostlosigkeit Verfallende, die entrisch-dunklen Häuser der Vorstadt, der Simmeringer Friedhof im diesigen Morgengrauen eines heimatlosen Oktobertages, das ist doch das bestimmende Flair aus dem guten alten Wien!? -- Ich muss feststellen: auch das ist zu Ende.

Wien steht nicht mehr länger für eine zahnlückengrinsende Morbidität. Zu viel wurde renoviert, zu viel neu errichtet, zu viele Festivals bevölkern die Palais, die Plätze, die Parks, die Straßen. Das globalisierte Turbogeld hat die Gassen der Wiener Altstadt (und auch Vorstädte) durchspült und einen Geruch und Geschmack des gediegenen Behagens (und auch Beklagens auf extrem hohen Niveau) hinterlassen. Was sind wir?? Die lebenswerteste Großstadt der Europäischen Union. Weltweit an dritter Stelle hinter Genf und Zürich, ex aequo mit Vancouver in Kanada.

Also. Die Wiener Lust am Ende ist zu Ende.

 

Die+Liste+des+Verschwindens+1950-2050

Click! aufs Bild!

Doch ...

  • ... wann, glauben Sie, wird sich das Copyright erübrigt haben? - Im Jahr 2019.
  • Bereits 2017 wird es keine Strände mehr geben - die nicht eingezäunt sind
  • Und wann werden die Malediven im Zuge der globalen Erwärmung durch den steigenden Meeresspiegel untergehen? - 2022, dem Jahr, in dem auch der letzte Blog eingestellt werden wird.
  • Allein im Jahr 2030 wird es um das Great Barrier Reef, um Schlüssel, um die Kindheit und (gottseidank auch) um Reality TV geschehen sein.
  • Münzen werden 2033 verschwinden.
  • Öl und Microsoft werden 2035 Geschichte sein.
  • Google und haptisch greifbare Zeitungen werden sich 2049 erübrigt haben ... usw ...

Zwei Futurologen aus Australien, Ross Dawson und Richard Watson, haben diese das Denken kitzelnde Zeitlinie entworfen. Sie nehmen, keine Frage, die Erderwärmung ernst, und so manch andere, tiefere Einsicht ist in diese Grafik geflossen.

Die Extinction timeline mit dem Blick zurück in die Vergangenheit, darum hat sich das ehrenwerte Wikipedia bemüht und eine Liste des Verschwindens erstellt. Nun, diese Verluststuecke sind uns schon bekannt, nur, wir wollen sie ein wenig vergessen. Oder?

( ^ g ^ )


Auf Wiedersehen - auf Hermanngasse.com

Oliver+NitzLiebe Blogger, Kommentierer, Leser und Fans. Nachdem ich mir nun einen lang ersehnten Wunsch erfüllen konnte und mich jetzt selbständig gemacht habe, wird es von mir an dieser Stelle keine Postings mehr geben. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit euch in Diskussion zu treten, und vor allem eines: von euch zu lernen.

Danke für euer Interesse, eure Denkanstöße und die Zeit!

Ihr werdet meine Gedanken und Ideen im Blog zu Social Media und Marketing - Hermanngasse.com wiederfinden. Weitere Themen sind "Innovation in der digitalen Kommunikation", Marketing-Ideen, Web 2.0, Enterprise 2.0 und Marketing 2.0. Auf die Fortsetzung unseres Dialogs zu diesen Themen freue ich mich sehr.


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