Jeff Howe's Thesen zu Crowdsourcing
Vor wenigen Tagen schon gab es hier einen Beitrag zu Crowdsourcing, den ich nun mit Jeff Howe's Thesen erweitern möchte:
- Die Menge - die Crowd - ist global verstreut
- Die Menge hat eine kurze Aufmerksamkeitsspanne
- Die Menge ist voller Spezialisten
- Die Menge produziert großteils Ramsch (das lass' ich hier mal unkommentiert stehen ...)
- Aber: Die Menge findet das beste "Zeug".
- Es gibt kaum oder keine Hierarchie
Die persönliche, spärlich investierte Zeit summiert sich zu einer großen Gesamtzeit.
- Eine Community erledigt die Arbeit in kleinen Stückchen, bei passender Gelegenheit
- Die gesamte Arbeitsmenge eines Projektes muss in kleine Teile aufgebrochen werden, damit es abgeschlossen werden kann
- Jedes "Mikrostückchen" mag im Hinblick auf die vom Einzelnen aufgewendete Zeit vernachlässigbar sein (Minuten oder ein paar Stunden), doch bei Tausenden von Mitarbeitern summiert sich das
- Die gesamte Arbeit wird aus der Ferne erledigt.
Der User ist schlau!
Das Prinzip des Crowdsourcing ist, dass die User eines Produktes oft schlauer, wissender, professioneller und spezialisierter sind als die meisten Angestellten des Produktherstellers. Das Unternehmen stellt die Infrastruktur und die allgemeine Organisation zur Verfügung -- die Community das Know-how.
"90 Prozent von allem ist einfach Mist"
Diese Regel ist als 'Sturgeon's Offenbarung' bekannt und trifft auf jede kreative Arbeit zu - und offensichtlich auch auf Crowdsourcing. Denn durch Crowdsourcing wird die Qualität eines Werkstücks nicht erhöht. Eine schlaue Company wird daher Filter einsetzen, um den wertlosen Ramsch auszusieben.
Laßt die User auswählen!
- Lass' die User selbst wählen, was für sie funktioniert und was nicht
- Ratings und Kommentare weisen User auf die "Most Liked" - oder manchmal auch auf die "besten" Dinge - hin. Unternehmen können anhand dieser Methoden den Weizen von der Spreu trennen.
Die Fragen sind demnach: Funktioniert Crowdsourcing für JEDES Unternehmen?? Und: Wie hoch sind die Kosten bei einem Umstieg auf Crowdsourcing - im Hinblick auf Unternehmenskultur und Finanzen? Und wie verdient man Geld mit Web 2.0 Content? Und wie entlohnt man die Community??
Quelle: Eine Präsentation zu diesen Thesen finden Sie in Slideshare.
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