Beiträge aller Weblife-Benutzer für Tag »semantic-web«

Beiträge mit Tag »semantic-web«

Semantisches Web + Web 2.0 = Web 3.0

Das hat mir Andreas Blumauer zugeschickt: 

"The Web connects information. Semantic Web connects knowledge. Social Software connects people. The Metaweb connects intelligence." (Nova Spivak)

... und auf der Zunge langsam zerflossen heißt das sowas wie: "Das Web verbindet Information. Das Semantische Web verbindet Wissen. Soziale Software verbindet Menschen. Das Metaweb verbindet Intelligenz." -- Hat mich ob  seiner kompakten Klarheit beeindruckt, nur was ist das Metaweb?!

Das Metaweb ist das Web, desse Inhalte mit Metadaten angereichert sind. Metadaten beschreiben und präzisieren andere Daten - zum Beispiel sind zum Datum "Steppenwolf" die Metadaten "Hermann Hesse" und "Roman" notwendig, um es durch intelligente Suchmaschinen (die Metadaten erfassen) auf Anfrage hin korrekt anzeigen zu können.

Was das Semantic Web kann, mehr über Metadaten, über Ontologien, über RDF, über Web 3.0 (Semantic Web + Web 2.0 = Web 3.0) fasst diese (für mich) aufschlussreiche Präsentation "Making Semantic Web Real" zusammen - sie liegt hier auf Slideshare. (Eine der wenigen Präsentationen, die auch ohne Sprecher leicht verständlich sind.)

 

Aber jetzt noch einmal:

The Web connects information. Semantic Web connects knowledge. Social Software connects people. The Metaweb connects intelligence.

Geben Sie diese Wurst einmal in GOOGLE ein - Sie werden sich wundern, welche Schätze Sie dann finden ...

[ ³ > ° ]


Suchen lernen vernetzen finden: Wie geht das künftig?

Vor ein paar Tagen, auf der I-KNOW Conference, ergab sich die Gelegenheit, mit Andreas Blumauer zu sprechen. Und etwas theatralisch ausgedrückt darf man sagen: Die I-KNOW und der Blumauer - das ist die Kombination zweier wundervoll inspirierender Ereignisse!

Wir fragten also Andreas Blumauer, was das Semantic Web für uns tun kann. "Uns", das sind hier mittelständische und große Unternehmen in Österreich.

Andreas Blumauer erläutert seine Themen:
Suchen, lernen, vernetzen, finden und gefunden werden.

Im Gespräch wurden Fragen erörtert wie:

  • Was kann das Semantic Web?
  • Wie funktioniert es?
  • Oder praktisch gefragt: Wie kann ich im Verlauf meiner täglichen Arbeit in kleinen Portionen lernen, ohne permanent durch Unterbrechungen gestört zu werden?
  • Wie macht man Erfahrung oder Wissen, das im Lauf der Zeit entsteht, künftig strukturiert abrufbar?

Hören Sie den O-Ton. (Hin und wieder spricht jemand dazwischen; das bin ich.)

Es entstand eine kurze Management Summary (6 Min.)

Podcast =>

 

... und eine Long Version (Directors Cut ;-)) - (17 Min.)
Wobei hier schon ein wenig Vorwissen zum Semantic Web vorausgesetzt wird. Wir springen mitten ins Gespräch: Andreas erläutert gerade den Zusammenhang von Web2Null und Semantic Web:

Podcast =>

Ganz handlich definiert ist hier "Ontologie", ein Begriff, der im Interview mit Andreas Blumauer auftaucht:

"Eine Ontologie beschreibt den logischen Zusammenhalt von einzelnen Informationsbausteinen. Im Semantic Web werden diese Bausteine mehr oder weniger automatisch zusammengefügt."

( > * : * < )


Intelligente Suche 2.0

... siehe auch "Intelligente Suche - doch 1oo1 doofe Antworten?" und "Internet Trendkarte"

Die bekannten Suchmaschinen (Google und andere, die intern in Unternehmen eingesetzt werden) arbeiten nach dem Prinzip der Volltextsuche. Hierbei werden nur Dokumente, die den eingegebenen Suchbegriff enthalten, der Ergebnisliste hinzugefügt.

Doch geben Sie mal in die Suchmaschinen Vivísimo bzw. "Clusty" oder in SemaGer den Begriff "James Bond" ein. Jetzt finden Sie nicht nur Seiten mit "James Bond 007", sondern auch mit Ian Fleming, Bilder zu 007, Filmbesprechungen, Bond Cars, Bond Lifestyle, Vodka Rezepte, Casino Royale, Moonraker, Geheimagent, MI6, Pierce Brosnan ... also Dokumente, die den eigentlichen Suchbegriff nicht beinhalten, aber dennoch von Relevanz für das Thema sind.

MI6 Britische Geheimdienstzentrale in London

Eine spezielle Suchmaschine "beta 007" - wahrscheinlich auch intelligent: Dies ist die britische Geheimdienstzentrale MI6 in London. Das Bild wurde semantisch verknüpft mit dem Begriff "James Bond" gefunden.


Metadaten und die automatische
Informationskategorisierung


Was lange Zeit undenkbar war, ist heute möglich: Aus mehreren zehntausend Dokumenten können in wenigen Schritten und in wenigen Minuten genau jene Informationen gefiltert werden, die für Sie relevant sind. Durch eine Anreicherung der Dokumente mit Strukturinformationen wird eine quasi assoziative, kontextuelle Suche möglich.

Die Analyse von Dokumenten und eine damit verbundene Anreicherung mit zusätzlichen, dem Inhalt beschreibende Strukturinformationen - die Metadaten - war früher eine zeitraubende Angelegenheit von hunderten Archivaren. Jedes einzelne Dokument musste gelesen und durch treffende Schlagworte in bestimmte Kategoriesysteme eingeordnet werden. Angesichts heutiger Informationsmengen ist das schon allein kostenseitig nicht mehr realisierbar.

In der Generation 2.0 erledigt eine
Kategorisierungssoftware diese Aufgaben...


... automatisch - und präziser als ein Mensch, wie Studien des Fraunhofer Instituts belegten. Freilich muss die Software im ersten Schritt "geschult" werden, indem zu jeder gewählten Kategorie Beispieldokumente eingelesen werden. Danach ist die Kategorisierungssoftware blitzschnell in der Lage, ein Dokument mit der richtigen Relevanz der richtigen Kategorie zuzuordnen.


Und wie funktioniert das? Zu jedem Dokument generiert die Software zusätzliche, den Themenbereich beschreibende Strukturinformationen. Diese speichert sie zu den bereits bestehenden Metadaten, um eine spätere kontextuelle Suchfunktion zu ermöglichen. Für ein effizientes Wissensmanagement ist dieser vorbereitende Schritt - die automatische Verschlagwortung von Dokumenten - der entscheidende Faktor.

Semantische Suchmaschinen vertreiben ontoprise, ConWeaver (Fraunhofer Insitut), semanticBrowser, FactSpotter von XEROX und wie schon erwähnt Vivísimo. Und andere ...

(* ? °)

Motor des Web 2.0

Hin und wieder fröstelt es mich bei Aussagen wie: "Was genau das Web-Zwo-Null ist, das weiß niemand exakt." -- Oder: "Schon das alte Internetz basierte auf Verknüpfung -- nur können heute auch 'die Jungen' ihren coolen Content selbst reinstellen." -- Da kommen wir der Sache schon etwas näher. Doch Vorsicht: Ich zum Beispiel gebe Content ein, zähle statistisch bereits zu den Best Agers und werfe errötend Post weg, die da trällert: "Erleben Sie Nordic Walking im Kreise von jung Gebliebenen." - (So was hab' ich bitte (noch) nicht verdient! Ich lege mir ja auch keine den Teint optimierenden Gurkenscheiben ins Gesicht! ;-))

Aber wagen wir hier eine grundlegende Definition:

"Web 2.0 verheißt im Kern:
Partizipation aller ohne Rollenautorität."

Soll heißen, alle, die tippen können und über einen Netzanschluss verfügen, können teilnehmen. In jeder Form und in jeder Rolle: Als Leser, Produzent, Käufer, Verkäufer, Spieler, Gangster usw. Die Ownership über Prozesse und Lösungen liegt im Web 2.0 nicht mehr beim Einzelnen. Damit kehrt Web 2.0 grundlegend Machtverhältnisse um. Die Produktionsmittel für Kommunikation, für Wissensverbreitung und für Medieninhalte liegen nicht mehr allein in den Händen der "Besitzenden", sondern bei fast allen.

Bitte richtig verstehen: Mich interessieren hier nicht Marx, Marcuse & Co. Ich definiere nur Web 2.0 nicht anhand derzeit eingesetzter Technologien wie Blog, Wiki, RSS-Feed, Mashup, Tagging, Folksonomie oder gar Semantic Web, in dem nicht mehr Dokumente, sondern Daten verlinkt sind.

Nicht Technologie sondern Kultur
Was sagt denn Gartner?? Technologie sei typischerweise ein "Enabler", ein Ermöglicher -  NICHT ein "Key Driver", ein Motor. (Gartner stellt dies fest im Zusammenhang mit der Steigerung von Performance am Arbeitsplatz.)

Was also ist der Motor von Web 2.0, wenn nicht die Technologien?

Ich will etwas vorsichtig sein: Einer (!) der Motoren des Web 2.0 ist Schwarmintelligenz. Kollektive Intelligenz. In seinem Buch "Die Weisheit der Vielen" beschreibt der amerikanische Publizist James Surowiecki, wie 1906 zum ersten Mal das Phänomen der kollektiven Intelligenz dingfest gemacht wurde.

Mehr darüber in meinem nächsten Beitrag in zwei drei Tagen ...

(*!°) 


User Status


Zufallsbild

Aktuelle Kommentare

Einige interessante...
Einige interessante Themen zu Innovation 2.0 sind...
Alexander Stocker (anonym) - Mo, 23. Aug, 15:33
36% kommt mir auch s...
36% kommt mir auch sehr hoch vor. Da würde mich in...
Alexander Stocker (anonym) - Di, 17. Aug, 14:30
You should definitel...
You should definitely use the rss blog submission...
ElmaDuncan26 (anonym) - Mo, 9. Aug, 11:46
I am affected becaus...
I am affected because of the good enough stuff con...
PIERCEMaryellen (anonym) - Do, 29. Jul, 21:28
That?s manifestly th...
That?s manifestly that essay writing services coul...
MaeMCCORMICK (anonym) - Mo, 12. Jul, 14:54