Wissenscontrolling in lernenden Organisationen (II. Teil)
Ich seh' gerade fern. Und muss Sie ausdrücklich warnen: Sie lesen jetzt ein ausgesprochen todlangweiliges Blogposting! Sozusagen das volle Kontrastprogramm. Im Kontrast zu den witzigen Kabarettprogrammen auf nahezu allen TV-Kanälen, die in diesem champagnerperlenden Jahreswechsel-Zeitalter besonders geistreich grassieren. Aber hier, bei mir, ist es nicht lustig. Hier geht es um Gesamtwirtschaft, die österreichische, um Industriegesellschaft versus Wissensgesellschaft, und um deren Zukunft. Ganz ernsthaft & wahrhaftig - und todlangweilig?? Überzeugen Sie sich selbst:
Die Industriegesellschaft wird zur Wissensgesellschaft
Im I. Teil zu "Wissenscontrolling" haben wir behauptet, dass Controlling, das ausschließlich an harten Zahlen wie Umsatz, Vermögen, Anlagen etc. ausgerichtet ist, zu kurz greift. Die immateriellen Vermögenswerte eines Unternehmens, die entscheidend zum Marktwert beitragen, bleiben oft unberücksichtigt.
Finanzbilanzen sind immer weniger imstande jene Werte abzubilden, die für die Zukunft entscheidend sind. Die wachsende Bedeutung immaterieller Vermögenswerte wie Humankapital, Forschung & Entwicklung, Organisationskultur, Markenwert etc. erhält keine Aufmerksamkeit. Die Frage: "Werden die aus der Unternehmensstrategie abgeleiteten Ziele erreicht?" bleibt nahezu unbeantwortet.
Gemessen - und somit das Unternehmen gesteuert - wird anhand quantitativer, absoluter und statischer Maßstäbe. Das Wichtige, das immaterielle Vermögen, das Wissen & Lernen sowie die Strategiebewertung bleiben hierbei unbeachtet.
Mangelhaftes Reporting über immaterielle Werte führt schließlich zu unausgewogenen Informationsbildern und ineffizienten Kapitalmärkten. Wissensintensive Unternehmen können vom (Aktien-)Markt nicht hinreichend genau bewertet werden.
Wissenscontrolling - im Gegensatz zu Finanzcontrolling - erfordert Zielorientierung anstelle von Zahlenorientierung. Wissenscontrolling konzentriert sich auf die Optimierung organisatorischer Rahmenbedingungen. Wissenscontrolling basiert auf einem gemeinsamen Festlegen der Ziele zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter und forciert eine regelmäßige Wissensbewertung mit dem Ziel, zu lernen. Wissenscontrolling beurteilt Managementqualität anhand von Fähigkeit und Leistung und fördert durch gezielte Kommunikation organisatorische Lernprozesse.
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Gleich im nächsten Jahr, im III. Teil, lesen Sie, was Fußball (!) mit strategischer Unternehmensführung gemein hat. Tragisch, ausgesprochen "tragisch", dieser Zusammenhang ... trotzdem:
EIN GUTES NEUES! PROSIT! ![]()
(Diese Ansichten sind aufgrund einer Vorlesung von Prof. Dr. Stefan Güldenberg entstanden, die er kürzlich an der Donau Univ. Krems, Lehrgang Wissensmanagement, gehalten hat.)
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